InvestmentTicker Märkte

Marktrückblick und -ausblick 19. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Verbraucherpreise sind im April mit 0,3 Prozent weiter angestiegen. Die Teuerung war aber geringer als noch im März, der mit plus 1,2 Prozent deutlich höher ausfiel. Im Wesentlichen zeigte sich der Rückgang der Energiekomponente hierfür verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Preise im April um 8,3 Prozent zu und lagen damit leicht über den Er-wartungen der Analysten. Die Stimmung an den Aktienbörsen war in der Berichtswoche alles andere als erfreulich, die Indizes tendierten ins Minus. Vor allem Aktientitel mit hohen Wachs-tumsperspektiven, wie etwa die im US-Nasdaq-Index abgebildeten Papiere, gaben deutlich nach. Die restriktivere Zins- und Geldpolitik der Zentralbanken, der Krieg in der Ukraine und die Lockdowns in China verbunden mit einer Eintrübung des Wachstumsausblicks bilden derzeit eine ungünstige Gemengelage und heizen sowohl Inflations- als auch Rezessionsängste weiter an. Die Staatsanleihemärkte in den USA sowie im Euroraum setzten hingegen nach sehr schwachen Vorwochen zu einer Gegenbewegung an und erzielten Kursgewinne.

13.05.2022
Marktrückblick und -ausblick 18. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, wie am Markt allgemein erwartet hat die US-Notenbank Fed am Mittwochabend nach Abschluss ihrer zweitägigen Sitzung die Fed Funds Rate um 0,5 Prozent angehoben. Das Zielband liegt nun bei 0,75 bis 1,0 Prozent. Gleichzeitig wurde der baldige Beginn des Bilanzabbaus angekündigt. Die Märkte reagierten zunächst überaus positiv auf die Nachrichten der Zentralbank. Eine wohl nicht unerhebliche Zahl an Marktteilnehmern hatte im Vorfeld wohl schlimmeres befürchtet und dabei größere Zinserhöhungsschritte um 0,75 Prozent nicht ausgeschlossen. Dies dürfte nach den erfolgten Erklärungen aber nunmehr vom Tisch sein. Sowohl an den Renten als auch den Aktienmärkten kam es zunächst zu einer positiven Kursreaktion, die jedoch nicht lange anhielt. Belastungsfaktoren wie die Inflationsentwicklung und zunehmende Sorgen hinsichtlich einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums behielten in der Berichtswoche an den Märkten die Oberhand. Sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte verzeichneten aufgrund der geringen Risikobereitschaft der Anleger Verluste.

06.05.2022
Marktrückblick und -ausblick 17. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Unsicherheitsfaktoren rund um den Ukraine-Krieg halten an und begleiteten die Marktteilnehmer auch in dieser Woche. Immer mehr Länder sind zu umfangreichen Waffenlieferungen an die Ukraine bereit, nun auch Deutschland. In diesem Zusammenhang nimmt jedoch die Befürchtung zu, Russland könnte die Lieferung von Rohöl und Erdgas reduzieren oder gar gänzlich einstellen. Am Mittwoch setzte die Regierung in Moskau hierzu ein Ausrufezeichen, als der russische Staatskonzern Gazprom die Lieferung von Erdgas an Polen und Bulgarien komplett einstellte. Beide Länder hatten sich geweigert, die Rechnung – wie vom Kreml gefordert – zukünftig in Rubel zu begleichen. Unmittelbar nach Bekanntgabe stieg der europäische Erdgaspreis daraufhin um 20 Prozent an. Sowohl Polen als auch Bulgarien wollten Ende des Jahres ohnehin unabhängig von Lieferungen aus Russland werden. Polen wird dazu im Herbst eine neue Pipeline nach Norwegen in Betrieb nehmen, Bulgarien wird zukünftig verstärkt aus Griechenland beliefert. Bis zum Handelsschluss beruhigte sich die Lage wieder und Erdgas ging lediglich mit einem Plus von vier Prozent aus dem Handel. Großabnehmer wie Deutschland werden noch Jahre brauchen, bis man auf Gaslieferungen aus Russland verzichten kann. Dies sei wohl frühestens 2024 möglich. In Österreich könnte es sogar bis 2027 dauern. Beide Länder bezahlen aber weiterhin in Euro an die Gazprombank, die dann die Zahlungen in Rubel konvertiert. So fand sich eine gesichtswahrende Lösung für beide Parteien.

29.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 16. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, auch in dieser kurzen Handelswoche wurden die massiven ökonomischen Folgen des Krieges in der Ukraine einmal mehr bestätigt. So senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) unter anderem deswegen seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich. Diese wird laut dem Institut in diesem Jahr um 3,6 Prozent zulegen. Im Jahr 2021 war ein Zuwachs von 6,1 Prozent zu verzeichnen. Mit dieser neuen Wachstumsprognose hat der IWF seine Schätzungen für das Jahr 2022 deutlich, um 0,8 Punkte, gesenkt.

22.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 15. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Inflation ist im März um 8,5 Prozent angestiegen. Dies war letztlich alles andere als überraschend, aber etwas mehr als von den Analysten erwartet (Bloomberg-Konsens 8,4 Prozent). Damit dürfte sich die US-Notenbank in ihrer restriktiven Geldpolitik bestätigt sehen. An den Staatsanleihemärkten, vor allem in den USA, kam es in der um den Karfreitag verkürzten Handelswoche zu einer Konsolidierung. Der ansteigende Renditetrend setzte sich, zumindest in den USA, nicht weiter fort. Die Aktienmärkte verzeichneten in der verkürzten Handelswoche überwiegend leicht rückläufige Notierungen. Die Inflationsentwicklung belastete, zudem drückte die Lage in der Ukraine auf die Stimmung. In der Berichtswoche nahm zudem die Bilanzbe-richtssaison zum 1. Quartal an Fahrt auf. Die Europäische Zentralbank hielt am Donnerstag auf ihrer Sitzung am bislang skizzierten Weg zur Normalisierung ihrer Geldpolitik fest. Wie erwartet blieben die maßgeblichen Zinssätze unverändert. Die Juni-Sitzung mit den dann neuen wirtschaftlichen Projektionen wird dann entscheidend sein.

14.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 14. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, abgesehen von den andauernden schrecklichen Kriegsereignissen in der Ukraine fanden am Kapitalmarkt auch finanzpolitische Themen in der Berichtswoche gehör. Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vom 16. März bestätigt den nunmehr eingeschlagenen restriktiveren geldpolitischen Kurs. Zudem schlug dann am Donnerstag das vorgelegte Protokoll des EZB-Treffens vom 10. März in die gleiche Kerbe. Auch im Euroraum scheint ein nicht unerheblicher Teil der EZB-Ratsmitglieder für eine schnelle Normalisierung der europäischen Geldpolitik zu votieren. In der Folge stiegen die Renditen in den Kern-Staatsanleihemärkten wie den USA und Deutschland merklich an, was mit entsprechenden Kursverlusten bei den Anleihekursen einher ging. An den Aktienmärkten war der Kurstrend ebenfalls nach unten gerichtet. Der Ukraine-Krieg mit weiteren Sanktionen gegen Russland, Sorgen wegen hoher Energiepreise, schwächere chinesische Wirtschaftsdaten und die straffere Geld- bzw. Zinspolitik in den USA waren ein nicht gerade optimales Umfeld für die Aktienmärkte.

08.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 13. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die abgelaufene Handelswoche erneut (mit)geprägt. Insbesondere zu Wochenbeginn standen die unter türkischer Vermittlung stattfindenden Verhandlungen der beiden Länder im Mittelpunkt des Interesses. Die Nachricht von russischer Seite, wonach die Militäroperationen rund um Kiew verringert werden sollten, schürte dabei die Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den Konfliktparteien und führte am Dienstag an den Kapitalmärkten zu Kursgewinnen bei Aktien und einem Rückgang des Ölpreises. Auch ein in Aussicht gestelltes, mögliches Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem ukrainischen Pendant Wolodymyr Selensky wurde von Beobachtern als kleiner Fortschritt gewertet.

01.04.2022
Marktrückblick und -ausblick 12. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in den Vereinigten Staaten scheint der Aufschwung weiter intakt. Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen zuletzt auf 187.000 und damit den niedrigsten Wert seit 1969. Gleichzeitig verbesserten sich die Einkaufsmanagerindizes von 55,9 auf 58,5 Zähler, obwohl die Mehrzahl der Analysten von einem Rückgang ausgegangen war. Unterstützend wirkten die Beruhigung im Pandemiegeschehen und die damit wieder anziehende Wirtschaftsaktivität in den USA. Zudem sind die nordamerikanischen Volkswirtschaften nicht so eng mit Russland oder der Ukraine verflochten wie andere Regionen, sodass der Bremseffekt hier geringer ausfällt. Dies unterstreichen auch die ebenfalls veröffentlichten Bestelleingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, ein vielbeachteter Frühindikator für die Investitionsausgaben. Zwar war für den März ein Rückgang zu verzeichnen, der allerdings ausschließlich auf gesunkene Bestellungen beim Flugzeugbauer Boeing zurückzuführen war. Insgesamt bleibt die US-Wachstumsdynamik aber hoch, was sich allerdings auch in zunehmenden Preisdruck widerspiegelt.

25.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 11. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der Krieg und das damit verbundene Leid in der Ukraine hält unvermindert an und ist weiterhin ein wichtiger Einflussfaktor. Sowohl in Kiew als auch in Moskau sprach man von zunehmend konstruktiven Gesprächen, wenngleich man auf dem Schlachtfeld von einer möglichen Annäherung leider keine Auswirkungen verspürte. Dort verstärkten sich die Kampfhandlungen vielmehr. Der Kapitalmarkt hoffte indes auf eine mögliche Annäherung und reagierte darauf positiv. In den letzten Tagen blickten die Marktteilnehmer deshalb auch wieder stärker auf die Themen Wachstum und Inflation. Von besonderem Interesse ist dabei, wie die Notenbanken den Spagat zwischen den weiterhin steigenden Inflationszahlen auf der einen Seite und den sich eintrübenden Wachstumsaussichten auf der anderen Seite meistern. Von Seiten der Europäischen Zentralbank (EZB) gab es dazu in der vergangenen Woche ein klares Signal: Die Preisstabilität hat Vorrang. In dieser Woche zog nun auch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nach.

18.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 10. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der Berichtswoche standen die Finanzmärkte unvermindert unter dem Eindruck des Ge-schehens in der Ukraine. Zur Wochenmitte machten die Verhandlungen der Außenminister Russlands und der Ukraine in der Türkei Hoffnung auf eine Beilegung des Konfliktes. Dem leider ergebnislosen Treffen folgte dann rasch die Ernüchterung. Im Blickpunkt stand zudem einmal mehr die Entwicklung der Energiepreise, die deutlich zulegten. Für etwas Ablenkung sorgte am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB). Angesichts der deutlich gestiege-nen Inflation hat die EZB signalisiert, ihre geldpolitische Straffung schneller zurückzufahren - trotz des Krieges in der Ukraine. Mit dieser unerwartet deutlichen Ankündigung hat die EZB die Marktteilnehmer etwas überrascht. An den Aktienbörsen ergab sich per Freitagvormittag eine uneinheitliche Entwicklung. In Asien schlossen der japanische Nikkei 225-Index und der chinesische HSCEI mit 3,1 Prozent sowie mit 8,1 Prozent im Minus. Die US-Börsen hatten vor dem Start in den Freitagshandel Verluste von 1,3 bis 1,8 Prozent zu verzeichnen. In Europa zeigte sich ein freundlicheres Bild. Der EU-RO STOXX 50-Index, DAX 40, CAC 40-Index sowie der britische FTSE 100-Index lagen alle-samt mit bis zu drei Prozent im Plus. An den Staatsanleihemärkten fielen hingegen die Notierungen. Die EZB hatte die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, im Anschluss an die Notenbanksitzung kam es zu Verlusten mit einem entsprechenden Anstieg der Renditen.

11.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 9. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, das schreckliche Kriegsgeschehen in der Ukraine und die damit einhergehende humanitäre Katastrophe bestimmten in der Berichtswoche das Marktgeschehen. Angesichts der Unwäg-barkeiten und der hohen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung kann hier nur eine Momentaufnahme zu den Auswirkungen auf die Finanzmärkte erfolgen: Der Druck auf die Aktienbörsen setzte sich fort. Vor allem in Europa tendierten die Börsen am Freitagvormittag nach dem zuvor erfolgten Beschuss des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja deutlich abwärts. An den Rentenmärkten war Sicherheit gefragt. Sowohl deutsche Bundesanleihen als auch US-Schatzanweisungen wiesen unter Schwankungen Kursgewinne und damit rückläufi-ge Renditen auf. Die Rohstoffmärkte reagierten entsprechend, der Ölpreis zog deutlich an und lag am Freitag für die Sorte Brent bei knapp 112 US-Dollar je Barrel. Am Donnerstag schnellte die Notierung zwischenzeitlich sogar auf 120 US-Dollar nach oben. Auch hat sich der Preis für europäisches Erdgas nochmals stark verteuert.

04.03.2022
Marktrückblick und -ausblick 8. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der Nacht zum Donnerstag ist wahr geworden, was viele wohl kaum für möglich gehalten haben. Erstmals seit 1939 hat ein europäisches Land einen Nachbarstaat angegriffen. Der rus-sische Präsident Wladimir Putin gab in einer Rede bekannt, eine militärische Aktion auf die Donbass-Region befohlen zu haben. Darüber hinaus soll landesweit die militärische Infrastruk-tur der Ukraine zerstört werden, auch wenn das Land nach Aussage Putins wohl nicht voll-ständig besetzt werden soll. Ob sich diese Ankündigung bestätigt bzw. wie weit der russische Vormarsch gehen wird, bleibt derzeit abzuwarten. Die ukrainische Regierung wie auch die westlichen Staaten haben den Entschluss Moskaus scharf kritisiert.

25.02.2022
Marktrückblick und -ausblick 7. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nicht nur beim Wetter, auch an den Kapitalmärkten war es eine stürmische Woche. Im Fokus standen der Russland-Ukraine-Konflikts sowie die Veröffentlichung des Protokolls der letzten US-Notenbanksitzung. Auch wenn die Sorgen um die geo- und geldpolitischen Risiken die Stimmung an den Kapitalmärkten trübten, wurden auch positive Nachrichten veröffentlicht. Neben den optimistischen Nachrichten aus Deutschland bezüglich dem baldigen Ende der aktuellen Corona-Maßnahmen, wurden überraschend positive Konjunkturdaten aus Europa und den USA bekannt gegeben.

18.02.2022
Marktrückblick und -ausblick 6. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der Berichtswoche standen nur wenige marktrelevante Konjunkturdaten zur Veröffentli-chung an. Es genügte mit den US-Verbraucherpreisen aber auch nur ein Datenpunkt, um für größere Bewegung an den Märkten zu sorgen. Die US-Teuerung stieg im Januar um 7,5 Pro-zent gegenüber dem Vorjahresmonat an und erreichte damit den höchsten Stand seit 1982. Der Preisauftrieb lag damit auch etwas höher als der Durchschnitt (7,3 Prozent) der von Bloomberg befragten Analysten. Im vergangenen Dezember hatte der Preisanstieg bereits 7,0 Prozent betragen. Auch die um die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate lag mit 6,0 Prozent sowohl über den Schätzungen (5,9 Prozent) als auch dem Vormonat (5,5 Prozent). Dies zeigt, dass mittlerweile nicht nur die Energiepreise für den hohen Anstieg in den USA verantwortlich sind, sondern eine Aufwärtstendenz in der Breite besteht. Ausstrahleffekte hinsichtlich einer Lohn-Preisspirale bleiben noch abzuwarten.

11.02.2022
Marktrückblick und -ausblick 5. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, zunächst einmal hat die Europäische Zentralbank (EZB) auf der Sitzung am Donnerstag ihre geldpolitische Ausrichtung unverändert beibehalten. Das offizielle Statement entsprach zunächst weitgehend dem Text des vorangegangenen Dezember-Treffens. Die Musik spielte jedoch auf der folgenden Pressekonferenz, denn dort hat die EZB für die Marktakteure völlig überraschend eine deutliche Neupositionierung vorgenommen. Letztlich erfolgte im Rahmen der Fragen und Antworten ein deutlicher Kommunikationsschwenk, bei dem die Risiken der aktuellen Inflationsentwicklung wohl unter dem Eindruck der jüngsten unerwartet hohen Januar-Daten aus dem Euroraum betont wurden. Die Rentenmärkte reagierten mit deutlichen Kursverlusten, die Renditen stiegen entsprechend an. Die Aktienmärkte gaben die zunächst erzielten Zugewinne im Wochenverlauf wieder ab.

04.02.2022
Marktrückblick und -ausblick 4. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Stimmung an den Kapitalmärkten wurde in dieser Woche wieder einmal durch eine Mischung negativer Wirtschaftsindikatoren und grassierender Unsicherheit geprägt: Die Corona-Mutation Omikron verbreitete sich auch in dieser Woche rasant und führte unter anderem dazu, dass in Deutschland erneut ein Rekordwert an Corona-Neuinfektionen erreicht wurde. Während die Bundesregierung an den bisherigen Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung unverändert festhält, lockerten andere Länder ihre bisherige Vorgehensweise im Rahmen der Pandemie. Großbritannien etwa kündigte an, fast alle Corona-Maßnahmen abzuschaffen.

28.01.2022
Marktrückblick und -ausblick 3. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, rekordinfektionszahlen in vielen Ländern hinterlassen auch ihre Spuren in den Wirtschaftsda-ten. Alles in allem befinden sich die großen Volkswirtschaften der Industriestaaten weiterhin in einer guten Verfassung, die aktuelle Lagebeurteilung verschlechtert sich jedoch. So auch in der aktuellen Umfrage des ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung). Die Omik-ron-Welle lässt Finanzinvestoren kritisch auf die aktuelle Entwicklung des Bruttoinlandspro-dukts blicken. Aber, und das ist die gute Nachricht, für die zukünftige Entwicklung ist man deutlich optimistischer geworden. Nachrichten aus den USA oder Großbritannien, wonach die Omikron-Welle bereits wieder abebbt und die Zahl der Krankenhausaufenthalte nicht signifi-kant gestiegen ist, lassen auf eine umso höhere Dynamik im Frühjahr hoffen.

21.01.2022
Marktrückblick und -ausblick 2. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, dass die Omikron-Mutation wesentlich ansteckender als andere Corona-Varianten ist, spiegel-te sich in dieser Handelswoche einmal mehr in den Inzidenzen wider. So meldete das Robert Koch-Institut einen neuen Höchstwert der Infektionen. Trotz der verschärften Maßnahmen von Bund und Ländern zieht der Wert der Corona-Neuinfektionen in Deutschland weiter an und kennt nur eine Richtung: nach oben. Gesundheitsminister Lauterbach geht davon aus, dass weitere Schritte notwendig sein werden, um Omikron in Schach zu halten. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Impfstoffhersteller Biontech gemeinsam mit der Firma InstaDe-ep ein Frühwarnsystem entwickelt. Damit verfolgen die Unternehmen das Ziel bei der Entde-ckung zukünftiger Virusvarianten einen Schritt voraus zu sein. Bereits bei der Virusvariante Omikron habe das System, welches auf künstlicher Intelligenz basiert, im Test funktioniert.

14.01.2022
Marktrückblick und -ausblick 1. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die erste Handelswoche des Jahres 2022 wurde an den internationalen Kapitalmärkten maßgeblich von der Geldpolitik bestimmt. Insbesondere die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) stand im Blickpunkt. Auf ihrer letzten geldpolitischen Sitzung des Jahres 2021 hatten die Washingtoner Währungshüter bereits ein schnelleres Zurückfahren ihrer Anleihekäufe be-schlossen und drei Leitzinsanhebungen für 2022 in Aussicht gestellt. Am vergangenen Mittwoch wurde nun auch das Protokoll des Treffens, die sog. Fed Minutes, veröffentlicht. Wie diese ausführliche Zusammenfassung der Sitzung zeigt, plädierten mehrere Mitglieder des entscheidungsrelevanten Offenmarktausschuss sogar für eine noch schnellere Straffung der Geldpolitik als ohnehin schon verkündet.

07.01.2022
Marktrückblick und -ausblick 51. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die weltweit rasante Verbreitung der Omikron-Variante hat auch in der Weihnachtswoche die Entwicklung der Kapitalmärkte bestimmt. Um die Corona-Welle zu unterbrechen haben etwa in Deutschland Bund und Länder in dieser Woche weitere Verschärfungen ab spätestens dem 28. Dezember geplant. Zur Eindämmung der neuen Corona-Variante sollen unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene gelten. Private Zusammenkünfte sind damit nur mit maximal zehn Personen erlaubt. In den Niederlanden wurde gar ein „harter“ Lockdown verhängt.

23.12.2021
Marktrückblick und -ausblick 50. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, zu Beginn der vergangenen Handelswoche drückten erneut die Sorgen vor der Omikron-Variante, der anstehende Kurswechsel der europäischen und US-amerikanischen Notenbank sowie die anhaltende Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt auf die Stimmung an den Ka-pitalmärkten. Positive Nachrichten meldete das Robert Koch Institut. Nachdem Anfang De-zember die vierte Welle der Corona-Pandemie ihren Höhepunkt erreichte, sanken die Zahlen der Neuinfektionen. Darüber hinaus wurde in Deutschland ein neuer Impfrekord gemeldet. So wurden fast 1,5 Millionen Impfdosen an einem Tag in Deutschland verabreicht. Die Impfquote liegt nun oberhalb von 70 Prozent. Traurige Nachrichten gab es derweil bei der Anzahl der To-desopfer durch Corona-Infektionen, die kontinuierlich ansteigt.

17.12.2021
Marktrückblick und -ausblick 49. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, im Vorfeld der für den 16. Dezember anberaumten EZB-Sitzung zeigten sich die Anleger zuletzt etwas optimistischer. Die Risikofreude nahm zu und spiegelte sich in steigenden Aktien-kursen wider. Bezüglich der Corona-Omikron-Variante gab es im Wochenverlauf widersprüch-liche Pressemeldungen hinsichtlich der Wirksamkeit der Impfstoffe. Darüber hinaus scheinen mittlerweile weltweit erneute Restriktionen zur Bekämpfung der Ausbreitung die Oberhand zu gewinnen. Letztlich hat sich in der Berichtswoche aber eine positive Sichtweise durchgesetzt. Die Anleger gingen wieder ins Risiko und setzten auf die Aktienmärkte. Die Börsen lagen weltweit im Plus. Auch Anleihen mit Renditeaufschlag wie Unternehmenstitel und Papiere aus den Schwellenländern erholten sich wieder von den Verlusten der Vorwoche. Die als sicher geltenden Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen tendierten hingegen ins Minus. Deren Renditen stiegen, vor allem in den USA, damit einhergehend an.

10.12.2021
Marktrückblick und -ausblick 48. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, eine große Portion Unsicherheit bestimmte in der Berichtswoche das Handelsgeschehen. Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus und die Befürchtung erneuter Einschrän-kungen sowohl wirtschaftlicher als auch gesellschaftlicher Aktivitäten führte an den Märkten zu großen Kursausschlägen. Zudem besteht bis zum jetzigen Zeitpunkt Unklarheit über die Ge-fährlichkeit der neuen Virus-Variante, was dem Vertrauen der Anleger nicht gerade förderlich war. Zudem scheint die US-Notenbank hinsichtlich ihrer restriktiveren Geldpolitik einen schnel-leren Kurs einzuschlagen. In der Berichtswoche nahm die Aussicht auf eine zügigere Normali-sierung der US-Geldpolitik schärfere Konturen an. In der Folge verbuchten sichere Staatsan-leihen wie deutsche Bundespapiere oder US-Schatzanweisungen Kursgewinne. Die Aktien-märkte gaben in einem schwankungsreichen Handel per saldo ab.

03.12.2021
Marktrückblick und -ausblick 47. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, hatte die Corona-Krise die Kapitalmärkte zuletzt eher wenig beeinflusst, so kam diese relative Ruhe in den vergangenen Tagen zu einem jähen Ende. Grund dafür waren ansteigende Neuin-fektionszahlen sowohl in Europa als auch in den USA. Mehrere Länder sahen sich zu einer erneuten Verschärfung der Gegenmaßnahmen gezwungen. In Irland wurden Bars, Restau-rants und Nachtclubs geschlossen - trotz einer Impfquote von 93 Prozent der über Zwölfjähri-gen. Österreich verhängte angesichts einer Inzidenz von mittlerweile über 1.000 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner sogar einen Lockdown, auch für Geimpfte. Und in Deutschland wird über ein Vorziehen des für 9. Dezember geplanten Bund-Länder-Gipfels, weitere Kontaktbe-schränkungen und sogar eine allgemeine Impfflicht diskutiert. Weiterhin warnt die US-Regierung angesichts der steigenden Ausbreitung des Coronavirus und der damit einherge-henden Gefahr einer Corona-Infektion vor Reisen nach Deutschland. Damit steht das Land in den USA auf der Liste der Hochrisikogebiete. Hinzu kommt die in Südafrika entdeckte und neue Corona-Variante, die für große Verunsicherung sorgt. Bislang ist die Informationslage zu der B.1.1.529 getauften Mutation sehr dünn. Befürchtet wird aber, dass die Ansteckungsgefahr im Vergleich zur bislang vorherrschenden Delta-Variante nochmals deutlich erhöht sein könnte.

26.11.2021
Marktrückblick und -ausblick 46. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nach Europa und den USA präsentierte nun auch das Vereinigte Königreich seine aktuellen Inflationszahlen. Wie sollte es anders sein, auch dort nahm die Teuerung zuletzt weiter rasant zu. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 4,2 Prozent und damit stärker als von jedem einzelnen Analysten erwartet. Neben den hohen Energiepreisen waren die typischen Corona-Muster erkennbar, wonach die Preise für Neu- und Gebrauchtwagen stark anzogen und für jene Güter, die von der Öffnung der Volkswirtschaften nach dem Lockdown besonders profitierten. Der starke Preisanstieg dürften jenen Geldpolitikern in die Karten spielen, die sich innerhalb der Bank of England für eine baldige Zinserhöhung aussprechen. Auf dem letzten Treffen blieb der Leitsatz noch unverändert. Eine Anhebung im Dezember ist nun wahrscheinlicher geworden, da neben den Inflationsdaten auch einige britische Wirtschaftsdaten in dieser Woche besser als erwartet ausfielen. So deuten höhere Einzelhandelsumsätze auf eine anziehende konjunkturelle Dynamik im vierten Quartal hin. In Erwartung eines möglichen Zinsschritts wertete das Britische Pfund gegenüber dem Großteil anderer Währungen auf.

19.11.2021

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