InvestmentTicker Märkte

Marktrückblick und -ausblick 47. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, hatte die Corona-Krise die Kapitalmärkte zuletzt eher wenig beeinflusst, so kam diese relative Ruhe in den vergangenen Tagen zu einem jähen Ende. Grund dafür waren ansteigende Neuin-fektionszahlen sowohl in Europa als auch in den USA. Mehrere Länder sahen sich zu einer erneuten Verschärfung der Gegenmaßnahmen gezwungen. In Irland wurden Bars, Restau-rants und Nachtclubs geschlossen - trotz einer Impfquote von 93 Prozent der über Zwölfjähri-gen. Österreich verhängte angesichts einer Inzidenz von mittlerweile über 1.000 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner sogar einen Lockdown, auch für Geimpfte. Und in Deutschland wird über ein Vorziehen des für 9. Dezember geplanten Bund-Länder-Gipfels, weitere Kontaktbe-schränkungen und sogar eine allgemeine Impfflicht diskutiert. Weiterhin warnt die US-Regierung angesichts der steigenden Ausbreitung des Coronavirus und der damit einherge-henden Gefahr einer Corona-Infektion vor Reisen nach Deutschland. Damit steht das Land in den USA auf der Liste der Hochrisikogebiete. Hinzu kommt die in Südafrika entdeckte und neue Corona-Variante, die für große Verunsicherung sorgt. Bislang ist die Informationslage zu der B.1.1.529 getauften Mutation sehr dünn. Befürchtet wird aber, dass die Ansteckungsgefahr im Vergleich zur bislang vorherrschenden Delta-Variante nochmals deutlich erhöht sein könnte.

26.11.2021
Marktrückblick und -ausblick 46. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nach Europa und den USA präsentierte nun auch das Vereinigte Königreich seine aktuellen Inflationszahlen. Wie sollte es anders sein, auch dort nahm die Teuerung zuletzt weiter rasant zu. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 4,2 Prozent und damit stärker als von jedem einzelnen Analysten erwartet. Neben den hohen Energiepreisen waren die typischen Corona-Muster erkennbar, wonach die Preise für Neu- und Gebrauchtwagen stark anzogen und für jene Güter, die von der Öffnung der Volkswirtschaften nach dem Lockdown besonders profitierten. Der starke Preisanstieg dürften jenen Geldpolitikern in die Karten spielen, die sich innerhalb der Bank of England für eine baldige Zinserhöhung aussprechen. Auf dem letzten Treffen blieb der Leitsatz noch unverändert. Eine Anhebung im Dezember ist nun wahrscheinlicher geworden, da neben den Inflationsdaten auch einige britische Wirtschaftsdaten in dieser Woche besser als erwartet ausfielen. So deuten höhere Einzelhandelsumsätze auf eine anziehende konjunkturelle Dynamik im vierten Quartal hin. In Erwartung eines möglichen Zinsschritts wertete das Britische Pfund gegenüber dem Großteil anderer Währungen auf.

19.11.2021
Marktrückblick und -ausblick 45. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der Preisanstieg in den Vereinigten Statten erreicht ungeahnte Höhen. Mit 6,2 Prozent im Oktober wurden die schon hochgesteckten Erwartungen der Analysten noch einmal übertroffen. Dies vermochte die gute Stimmung an den Aktienmärkten jedoch kaum einzutrüben. Auch die jüngste Corona-Entwicklung mit dem starken Anstieg der Erkrankungen fand bei den Anlegern wenig Beachtung. Die Indizes verharrten auf ihren hohen Niveaus oder gaben nur leicht nach, nachdem zu Wochenbeginn teils sogar noch neue Rekordmarken erreicht wurden. So stieg etwa der DAX 40 am heutigen Freitag auf einen neuen Höchststand von 16.117 Punkten an. An den Staatsanleihemärkten kamen vor allem Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen mit kürzeren und mittleren Laufzeiten unter Druck. Die Befürchtung einer schnellen geldpolitischen Wende durch die Zentralbanken ließ die Renditen wieder ansteigen. Der Euro wertete zum US-Dollar in der Berichtswoche spürbar ab.

12.11.2021
Marktrückblick und -ausblick 44. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, wie bereits im Vorfeld erwartet hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch die Reduzierung ihres Anleihekaufprogramms beschlossen. Der Startschuss zur „Tapering“ genannten Rückführung wird noch im November fallen. Die Bank of England überraschte hingegen durch Stillhalten. Entgegen der Erwartungen wurde der Leitzins nicht erhöht. An den Aktienmärkten standen die Ampeln in der Berichtswoche auf „Grün“. Dort bestimmten ein großer Optimismus und der Zufluss von Anlagegeldern das Geschehen. Zahleiche Indizes, unter anderem der DAX 40, erzielten wieder Rekordstände. Die Entspannung zeigte sich auch am Rentenmarkt. Nach den jüngsten Verlusten und dem damit einhergehenden Renditeanstieg kam es zuletzt bei US-Staatsanleihen und deutschen Bundespapieren wieder zu Zugewinnen. Die großen südlichen Peripherieländer wie Spanien und vor allem Italien verzeichneten zudem einen merklichen Rückgang bei den Risikoaufschlägen gegenüber Bundesanleihen.

05.11.2021
Marktrückblick und -ausblick 43. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) zeigte sich auf ihrer Sitzung am Donnerstag von den jüngsten Inflationsdaten unbeeindruckt und setzt ihre Geldpolitik zunächst unverändert fort. Den zuletzt vorherrschenden Erwartungen am Markt, die auf eine erste Zinserhöhung bereits 2022 abzielten, wurde eine klare Absage erteilt. Auf der kommenden Dezember-Sitzung könnte die eine oder andere Weichenstellung eingeschlagen werden, zunächst bleibt geldpolitisch aber alles wie gehabt. An den Kern-Staatsanleihemärkten tendierten sowohl die US- als auch die bundesdeutsche Zinskurve etwas flacher. In der Euro-Peripherie zogen die Renditen leicht an. An den Aktienbörsen bestimmten mehrheitlich positive Vorzeichen das Handelsgeschehen - mit Ausnahme von China.

29.10.2021
Marktrückblick und -ausblick 42. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, getrieben von guten Unternehmensergebnissen im dritten Quartal konnten vor allem die US-Börsen in der Berichtswoche wieder zulegen. Der große Leitindex Dow Jones Industrial Average erzielte einen neuen Höchststand, andere wie der S&P 500-Index bewegten sich in Richtung ihrer alten Rekordmarken. Nach dem Quartals-Berichtsauftakt diverser Banken in der Vorwoche schlossen sich nun verstärkt die Industrieunternehmen an. Vor allem in den USA lagen die Zahlenwerke über den Erwartungen der Analysten. Weniger harmonisch ging es hingegen auf der Zinsseite zu. Die Bank von England signalisierte eine frühe Zinserhöhung, um der jüngsten Inflationsentwicklung und auch den damit einhergehend gestiegenen Inflationserwartungen entgegenzutreten. Eine kräftige Maßnahme als Signal bzw. Warnschuss für den Finanzmarkt noch vor dem Jahreswechsel scheint damit denkbar. Zumindest nimmt bei Betrachtung verschiedener Inflationsindikatoren der Handlungsdruck für die britische Zentralbank – im Vergleich zur US-Federal Reserve – zu. Wenngleich die jüngsten Inflationsdaten aus Großbritannien für September zwar erhöht, aber leicht unter dem Vormonat und auch unterhalb der Schätzungen lagen. Die Rentenmärkte jedenfalls haben in diesem Umfeld mit weiteren Abschlägen reagiert. Die Renditen legten somit weiter zu.

22.10.2021
Marktrückblick und -ausblick 41. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, zu Wochenbeginn setzte sich der Trend der Vorwoche zunächst noch fort, bei dem sowohl Aktien als auch Renten unter Druck gerieten. Viele Anleger zeigten sich weiter besorgt über die rasant steigenden Preise. Das Thema Inflation ist dabei längst zu einem globalen Problem geworden. In den USA betrug die Teuerungsrate im September im Jahresvergleich 5,4 Prozent und lag damit den fünften Monat in Folge bei mindestens fünf Prozent. Die Ursachen für den Preisanstieg sind inzwischen vielfältig. Neben den Energiekosten ziehen auch Mieten und die Lebensmittelpreise merklich an. In China erreichten die Erzeugerpreise mit einem Zuwachs von 10,7 Prozent sogar ein 26-Jahreshoch. Aufgrund der zuletzt eher schwachen chinesischen Konjunkturdaten werden die Preissteigerungen bislang noch nicht an den Verbraucher weitergegeben. Zusammen mit sinkenden Lebensmittelpreisen stiegen die Verbraucherpreise in China daher nur um 0,7 Prozent an. Doch auch in Lateinamerika, etwa in Peru, kommt zunehmend Inflationsdruck auf. Aktionäre fürchteten daher einen Mix aus schwachem Wachstum bei zugleich steigenden Preisen. Renteninvestoren wiederum sahen sich möglichen Zinserhöhungen der Notenbanken gegenüber. Auch wenn es an der Datenfront keine Trendwende gab, so wechselte zur Wochenmitte doch der Blickwinkel. Die Marktteilnehmer begannen sich zu fragen, ob die Notenbanken angesichts der zuletzt schwächeren Wirtschaftsdaten perspektivisch überhaupt größere Zinserhöhungen vornehmen könnten. Darüber hinaus betonten die Zentralbanker, dass der Teuerungsdruck deutlich nachlassen würde, sobald sich die Lieferproblematik auflösen würde. Hoffnung auf eine Trendwende machten in diesem Zusammenhang die leicht fallenden Preise für Container. Prompt änderte sich die Interpretation der Marktteilnehmer und es kam zu einer deutlichen Erholungsbewegung.

15.10.2021
Marktrückblick und -ausblick 40. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, ein heftiger Sprung des Gaspreises verunsicherte in der Berichtswoche die Märkte. Damit einhergehend stiegen auch die Rohöl-Notierungen weiter an. Die OPEC plus hatte entgegen mancher Erwartung nicht die Ölförderung stärker ausgeweitet. Dementsprechend beherrschten weiterhin Inflationssorgen das Geschehen. Aus Russland kommende Signale bezüglich einer Entspannung in der Gas-Thematik sorgten dann für eine Beruhigung an den Märkten, in dessen Zuge die Gas-Notierung auch wieder deutlich zurückkam. Die Entwicklung an den Rentenmärkten war von weiter ansteigenden Renditen geprägt. Die Aktienbörsen konnten sich nach schwächerem Auftakt zum Ende der Woche hin erholen. Mit Ausnahme von Japan lagen bis Freitagmittag alle großen Märkte im Plus.

08.10.2021
Marktrückblick und -ausblick 39. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in den vergangenen Handelstagen agierten viele Marktteilnehmer wieder etwas vorsichtiger. Zu den schon seit einiger Zeit bestehenden Problemen mit den globalen Lieferketten, einer hohen Inflation und den Plänen der großen Notenbanken, ihre Geldpolitik zukünftig weniger expansiv auszurichten, gesellten sich nun weitere die Märkte belastende Nachrichten. So gab es neue Hiobsbotschaften aus China. Darüber hinaus ist in den USA ein „Unfall“ bei der Anhebung der Schuldenobergrenze nicht gänzlich auszuschließen. Aktien gaben daher in der Berichtswoche spürbar nach.

01.10.2021
Marktrückblick und -ausblick 38. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, es war die Woche der Währungshüter. Gleich 13 Zentralbanken tagten in den letzten Handelstagen. Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer lag dabei auf der US-Notenbank Fed. Diese machte deutlich, bald mit einer Reduzierung ihrer Anleihekäufe beginnen zu wollen. Seit Dezember letzten Jahres habe die Wirtschaft deutliche Fortschritte gemacht. Wenn sich diese Entwicklung im Großen und Ganzen wie erwartet weiter fortsetzt, betrachtet es das Gremium als angebracht, das Tempo der Anleihekäufe bald zu reduzieren. Bei der Pressekonferenz wurde Powell noch deutlicher: Die Reduktion der Anleihekäufe könne bereits im November beginnen. Zur möglichen Dauer des Taperings äußerte er sich nicht: Die Anleihekäufe könnten Mitte des Jahres 2022 enden. Selbstredend betonte er aber auch, dass weder über den genauen Zeitpunkt des Beginns noch zur genauen Dauer bereits Entscheidungen getroffen worden seien. Ein Start noch in diesem Jahr würde der Fed die Möglichkeit einräumen, einen ersten Zinsschritt noch 2022 zu beschließen – falls es insbesondere die weitere Inflationsentwicklung erforderlich machen sollte. Powell erteilte Gedanken an einen möglichen Zinsschritt noch vor dem Tapering-Ende eine Absage. Damit versuchte er die Befürchtung zu zerstreuen, dass mit dem nun absehbaren Beginn des Taperings auch zwangsläufig der Beginn des Zinserhöhungszyklus naht.

24.09.2021
Marktrückblick und -ausblick 37. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, der drohende Zahlungsausfall des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande machte Marktteilnehmer nervös. Der Hang Seng-Index verlor in dieser Woche 4,9 Prozent, angeführt wurde der Verlustreigen von den nach Verkäufen größten Immobilienentwicklern Country Garden Holding (-17,7 Prozent) und Sunac China Holdings (-22,5 Prozent). Der jüngste Verkaufsreigen setzte ein, nachdem Evergrande am Donnerstag die vorübergehende Aussetzung des Handels mit Anleihen seiner größten Sparte Hengda Real Estate beantragt hatte. Zuvor hatte die Ratingagentur China Chengxin International die Anleihen von Hengda auf herabgestuft. Auch in den Tagen zuvor wurde der Handel mit den Titeln aufgrund der hohen Schwankungen immer wieder ausgesetzt. Bereits im Juni geriet Evergrande mit Zinszahlungen für Anleihen in Verzug. Getrieben wurden die Verkäufe von der Angst um einen ungeregelten Zahlungsausfall von Evergrande. Dieser hätte nicht nur massive Auswirkungen auf die betroffenen Banken sowie auf andere Bauträger, sondern auf den gesamten chinesischen Kreditmarkt. Die chinesische Regulierung arbeitet bereits an einem geregelten Zahlungsausfall, der zwar für institutionelle Anleger hart ausfallen dürfte. Denkbar wäre aber auch beispielsweise ein geringer Abschlag für Privatanleger und die Übernahme einzelner Assets und Immobilienprojekte durch Staatsunternehmen, was die Privatanleger beruhigen sollte. Doch selbst im Fall einer Insolvenz sollte ein Überschwappen der Risiken in andere Bereiche des chinesischen Marktes begrenzt bleiben. Ein internationaler „Lehman-Moment“ ist ebenfalls nicht zu befürchten: Die Probleme von Evergrande beschränken sich auf den chinesischen Markt, da das Unternehmen nicht stark global verflochten ist.

17.09.2021
Marktberichte August 2021

Aktien: Weitere Zugewinne sorgen für Rekordstände
Renten: Leichte Verluste

15.09.2021
Marktrückblick und -ausblick 36. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt leicht den Fuß vom Gas und wird das Tempo ihrer PEPP-Anleihekäufe im vierten Quartal etwas drosseln. Dies wurde einstimmig vom EZB-Rat auf der Sitzung am Donnerstag beschlossen. Die Euro-Rentenmärkte reagierten mit rückläufigen Renditen auf den EZB-Entscheid. Im Vorfeld waren diese etwas angezogen, sodass in der Berichtswoche per saldo wenig Veränderung am Anleihemarkt zu beobachten war. In den USA verlief der Handel in engen Bahnen und unspektakulär. Die Aktienbörsen tendierten uneinheitlich, Asien zeigte sich weiterhin von der freundlichen Seite, während die Märkte in Europa und in den USA mehrheitlich leichte Verluste verzeichneten.

10.09.2021
Marktrückblick und -ausblick 35. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Preissteigerung in Deutschland und im Euroraum liegt weiter auf hohem Niveau. Gleichzeitig mehren sich vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag im Rat die kritischen Stimmen zur expansiven Geldpolitik. Vor allem stehen dort die Anleiheankäufe im Blickpunkt. Ungeachtet dessen hat aber die Aussicht auf ein lang anhaltend niedriges Zinsniveau und die fortgesetzte Erholung der Wirtschaft die Aktienbörsen in der Berichtswoche wieder begünstigt. Die großen Märkte lagen durchweg im Plus, teils wurden wieder Rekordstände erreicht. Im Staatsanleihesektor tat sich vor der EZB-Sitzung eher wenig. Bundesanleihen gaben etwas nach, deren Renditen stiegen leicht an.

03.09.2021
Marktrückblick und -ausblick 34. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nach den Verlusten in der Vorwoche waren die Anleger zuletzt wieder etwas zuversichtlicher gestimmt. Die meisten Aktienbörsen lagen, im Vorfeld des Finanztreffens in Jackson Hole, leicht im Plus. Der Dax 30 war hingegen bis Freitagmittag unverändert, der wichtige Ifo-Geschäftsklimaindex gab im August zum zweiten Mal in Folge nach. Dennoch konnten einige Indizes wie der MSCI World, S&P 500 sowie der Nasdaq 100 in den USA oder der MDAX in Deutschland wieder Rekordstände erzielen. Im Rahmen der verbesserten Stimmungslage hatten sichere Staatsanleihen hingegen das Nachsehen und erlitten Kursverluste. Am Neuemissionsmarkt für Euro-Unternehmensanleihen war eine deutliche Belebung zu beobachten, dort scheint die Sommerpause vorbei zu sein.

27.08.2021
Marktrückblick und -ausblick 33. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, nach zahlreichen Rekordständen in der Vorwoche bestimmten in den vergangenen Handelstagen Moll-Töne das Geschehen an den Aktienbörsen. Das Zusammentreffen mehrerer Belastungsfaktoren führte zu Verlusten. Neben Befürchtungen, dass die US-Notenbank Fed die Drosselung ihrer Anleiheankäufe (Tapering) bereits im laufenden Jahr beschließen könnte, verunsicherte auch die sich abschwächende Wachstumsdynamik in China. Zudem drückten die dortige Regulierungswelle und nicht zuletzt auch die weltweit zu beobachtende Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus auf die Stimmung der Anleger. Sichere Staatsanleihen konnten hiervon im Gegenzug profitieren. Infolge der Kursgewinne waren, wenngleich auch nur geringe, Renditerückgänge zu verzeichnen.

20.08.2021
Marktrückblick und -ausblick 32. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Inflation lag im Juli im Vergleich zum Vorjahr weiter auf hohem Niveau. Zum Vormonat Juni war aber ein Rückgang der Dynamik zu verzeichnen. Vor allem wurde die rückläufige Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel) positiv bewertet. Nach der Bekanntgabe der Daten gab es einige Marktschwankungen, man ging dann aber recht schnell zur Tagesordnung über. An den Aktienbörsen verzeichneten zahlreiche Indizes in Europa und in den USA weitere Rekordstände. Am US-Staatsanleihemarkt gab es zuletzt rückläufige Notierungen, die richtungsweisende Zehnjahresrendite stieg dort etwas an. Deutsche Bundesanleihen tendierten im Sommermodus seitwärts.

13.08.2021
Marktberichte Juli 2021

Aktien: Erfreuliche Unternehmensberichte
Renten: Staatsanleihen gesucht

12.08.2021
Marktrückblick und -ausblick 31. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Märkte befinden sich mitten in der Sommerpause. Dennoch unterstützt die sehr gut verlaufende Quartalsberichterstattung der Unternehmen die globalen Aktienmärkte und überschattet damit die weltweit wieder ansteigenden Corona-Neuinfektionen. So erzielten der marktbreite STOXX Europe 600- und der für US-Technologiewerte repräsentative Nasdaq 100-Index in der Berichtswoche einen Rekordstand. Die Schwäche an den asiatischen Börsen vermochte kaum mehr zu beeindrucken. An den Staatsanleihemärkten legten die Notierungen ebenfalls zu. Deutsche Bundesanleihen waren gefragt, deren Zehnjahresrendite fiel in der Berichtswoche bis auf minus 0,5 Prozent.

06.08.2021
Marktrückblick und -ausblick 30. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Notenbank Fed setzt ihren lockeren geldpolitischen Kurs fort. Die Leitzinsen bleiben auf dem aktuell niedrigen Niveau. Die Diskussion über die Anpassung beziehungsweise Rückführung des Anleihekaufprogramms (Tapering) ist hingegen nun in Gang gekommen. Am chinesischen Aktienmarkt sorgten weitere staatliche Regulierungsaktivitäten, diesmal gegenüber Unternehmen aus dem Bildungssektor, für Kursverluste. In den USA gab es hingegen weitere Rekordstände, während in Europa leichte Verluste überwogen. Staatsanleihen waren gesucht, leichte Renditerückgänge prägten dort das Geschehen.

30.07.2021
Marktrückblick und -ausblick 29. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, von sommerbedingter Ruhe an den Finanzmärkten konnte in der Berichtswoche keine Rede sein, es waren erhebliche Marktschwankungen zu beobachten. Die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante rief Wachstumssorgen bei den Anlegern hervor. Die Unsicherheit über die weitere Erholung des Welthandels führte zum Wochenauftakt zu deutlichen Kursrückgängen an den Aktienbörsen. Im Gegenzug investierten die Anleger in sichere Staatsanleihen, vor allem in den USA fielen die Renditen infolge starker Zukäufe zunächst deutlich. Im weiteren Wochenverlauf beruhigte sich aber die Lage. Während sich die Aktienmärkte im Rahmen der lockeren Geldpolitik und guter Unternehmensergebnisse deutlich erholten und per Freitagvormittag teils leicht im Plus lagen, gaben die Anleihenotierungen im Gegenzug nach. Die Europäische Zentralbank sorgte nach ihrer Sitzung am Donnerstag für nur wenig Marktbewegung.

23.07.2021
Marktrückblick und -ausblick 28. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, in der Berichtswoche gab es wieder vereinzelte Rekordstände an den Aktienmärkten. Die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus verunsicherte jedoch die Anleger, sodass die Börsen in Richtung Wochenschluss etwas nachgaben. Dabei lief die Berichtssaison zum zweiten Quartal vielversprechend an. Die US-Banken berichteten soweit solide, wenngleich sich dort der Ausblick etwas verhaltener zeigte. Auch heimische Unternehmen wie Volkswagen, BASF und Daimler konnten mit guten Unternehmensdaten aufwarten. An den Staatsanleihemärkten setzte sich der anhaltend positive Grundton fort. Guten volkwirtschaftlichen Daten und hoher Inflation (vor allem in den USA) zum Trotz legten die Anleihenotierungen weiter zu. Die Renditen gaben, vor allem bei den langen Laufzeiten, etwas nach. Der Ölpreis war in der Berichtswoche etwas rückläufig, da sich Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate im Rahmen der OPEC plus auf eine Förderausweitung zu Gunsten der VAEs einigen konnten.

19.07.2021
Marktberichte Juni 2021

Aktien: Leicht im Plus
Renten: Staatsanleihen im Plus

14.07.2021
Marktrückblick und -ausblick 27. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Aktienmärkte lagen nach der deutlichen Korrektur am Donnerstag auf Wochensicht im Minus. US-Indizes wie der S&P 500- und der Nasdaq-Index konnten zuvor noch Rekordstände erreichen. Die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante verunsichert die Anleger. Staatsanleihen aus den USA und Deutschland verbuchten hingegen weitere Zugewinne, deren Renditen fielen im Wochenverlauf entsprechend. Aus dem Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed gab es keine neuen Erkenntnisse. Die Europäische Zentralbank hat hingegen am Donnerstag ihre neue Strategie bekanntgegeben.

09.07.2021
Marktrückblick und -ausblick 26. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Aufregung um die Geldpolitik der Notenbanken hat sich etwas gelegt. Die Delta-Variante des Corona-Virus verunsichert zwar, im Rahmen der anlaufenden Sommerpause zeigte sich der Handel an den Märkten zuletzt aber eher unspektakulär. Mit Blick auf die veröffentlichten Wirtschaftsdaten ergab sich insgesamt ein sehr erfreuliches Bild. US-Aktien entwickelten sich besser als ihre europäischen Pendants. An den Staatsanleihemärkten waren ebenfalls Zugewinne zu beobachten.

02.07.2021
Marktrückblick und -ausblick 25. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, aus der US-Notenbank sind zunehmend unterschiedliche Meinungen zur künftigen Geldpolitik zu vernehmen. Eine restriktivere Gestaltung findet vermehrt den einen oder anderen Anhänger. Fed-Chef Powell konnte die Anleger aber bislang beruhigen. Davon unbeeindruckt setzt sich an den Aktienbörsen der Aufwärtstrend fort, teils wurden neue Rekordmarken erreicht. Der Trend zu (vorübergehend) höherer Inflation hat am Rentenmarkt zu leichten Rücksetzern geführt, dort stiegen die Renditen in der Berichtswoche vor allem über die langen Laufzeiten ein wenig an. Sowohl der Euro als auch der Goldpreis haben nach dem deutlichen Rückgang in den vergangenen Handelstagen einen (vorläufigen) Boden gefunden und konnten auf ermäßigtem Niveau konsolidieren.

25.06.2021
Marktrückblick und -ausblick 24. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die US-Notenbank hält ihre expansive Geldpolitik (vorerst) bei, die Märkte nehmen eine Straffung jedoch langsam, aber sicher aufs Korn. Nach zunächst weiteren Indexrekorden gab ein Großteil der Aktienbörsen im Wochenverlauf etwas nach. Am US-Staatsanleihemarkt schwankten die Renditen merklich, vor allem im mittleren Laufzeitsegment gab es Verluste. Im Euroraum stand die erste Anleihe der Next Generation EU zur Platzierung an, die sehr erfolgreich verlief.

18.06.2021
Marktrückblick und -ausblick 23. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, wenig Überraschendes präsentierte die Europäische Zentralbank am Donnerstag. Die Geldschleusen der EZB bleiben vorerst weit geöffnet. Die kurzfristigen Wachstumsprognosen wurden deutlich erhöht, während der mittelfristige Preisdruck verhalten scheint. Letzteres war in den USA weniger der Fall, die Konsumentenpreise stiegen im Mai mit fünf Prozent deutlich an. Die Rentenmärkte gingen angesichts der hohen Inflationsdaten jedoch nicht in die Knie. Ganz im Gegenteil, vor allem die US-Renditen fielen im Rahmen steigender Anleihenotierungen teils deutlich. Dies alles ließ auch die Aktienbörsen kalt, die in der Mehrheit bis Freitagvormittag leicht im Plus lagen. In den USA markierte der S&P 500-Index mit knapp 4.250 Punkten ein Rekordhoch.

11.06.2021
Marktberichte Mai 2021

Aktien: Überwiegend freundlich
Renten: Uneinheitlich

11.06.2021
Marktrückblick und -ausblick 22. Kalenderwoche

Liebe Leserinnen und Leser, die Preissteigerung sowohl in Deutschland als auch im gesamten Euroraum setzt sich fort. Die Anstiege basieren auf vorübergehenden Effekten: So hatten Sonderfaktoren wie Corona-bedingte Verzerrungen oder die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung entsprechenden Einfluss auf die Preisentwicklung. Deshalb rechnen wir nach einem weiteren erwarteten höheren Anstieg ab 2022 mit rückläufigen Raten knapp unterhalb des Zielwertes der EZB von um die zwei Prozent. Die Aktienbörsen zeigten sich entsprechend unbeeindruckt, DAX 30, MDAX und Co. erreichten in der Berichtswoche zwischenzeitlich neue Hochs. Die Staatsanleihemärkte entwickelten sich verhalten, die US-Renditen stiegen ein wenig an. Der Konjunkturoptimismus ließ die Notierung für das Barrel Öl der Sorte Brent auf 72 US-Dollar und damit auf ein Dreimonatshoch steigen.

04.06.2021

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