MarktTicker 18. Kalenderwoche

Wöchentliche Information zu den Kapitalmärkten für den Zeitraum vom 03. bis 07. Mai 2021

    Diese Woche: Märkte konsolidieren

Der fundamental positive Grundton aus guten Wirtschafts- und Unternehmensdaten hielt in der Berichtswoche weiter an. Dennoch war die Entwicklung an den Aktienbörsen verhalten und auch uneinheitlich. Es gab unter den großen Märkten sowohl Gewinner als auch Verlierer. Am US-Staatsanleihemarkt hat sich die Lage etwas entspannt, die Renditen gingen im Rahmen der erzielten Kursgewinne etwas zurück. Deutsche Bundesanleihen traten hingegen auf der Stelle.

Konjunkturdaten

Die freundliche Entwicklung bei den Konjunkturdaten setzte sich in der Berichtswoche fort. Die deutschen Einzelhandelsumsätze lagen im März mit 7,7 Prozent deutlich über Konsenserwartung. Etwas schwächer zeigten sich die Umfragewerte der US-Einkaufsmanager. Zwar blicken diese weiterhin positiv in die Zukunft, sehen aber keine weiteren Verbesserungen, was ausgehend von dem überaus hohen Niveau aus dem Vormonat auch kaum anders möglich ist. Die Nachricht fiel deshalb nicht negativ ins Gewicht. Sowohl die deutschen Auftragseingänge als auch die Einzelhandelsumsätze im Euroraum lagen über den Erwartungen. Gute März-Daten gab es auch bei der deutschen Industrieproduktion sowie der heimischen Import- und Exportentwicklung.

Am US-Arbeitsmarkt fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche unter die 500.000-Marke (498.000 Anträge). Die 266.000 im April neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (non farm payrolls) waren dann am Freitag eine größere Enttäuschung. Die Konsensschätzung über Bloomberg lag bei einer Million neuer Jobs. Die Arbeitslosenquote stieg leicht von 6,0 auf 6,1 Prozent an. Die Analysten hatten hingegen einen Rückgang auf 5,8 Prozent erwartet.

    Aktien: Uneinheitliche Entwicklung

Positive Quartalsberichtssaison setzt sich in der Berichtswoche fort

Im S&P 500-Index haben mittlerweile 436 von 500 Unternehmen berichtet. Laut Bloomberg überraschten knapp 71 Prozent der Firmen bei den Umsatzerwartungen die Analysten. Bei der Gewinnentwicklung übertrafen sogar 87 Prozent die Schätzungen. Im STOXX Europe 600-Index haben bereits zwei Drittel der Unternehmen ihre Daten veröffentlicht, knapp 62 Prozent übertrafen die Umsatz- und 70 Prozent die Gewinnerwartungen. Der positive Trend setzte sich somit in der Berichtswoche fort. Allerdings scheint der Optimismus mit Blick auf die Marktentwicklung wie schon in der Vorwoche weitgehend eingepreist zu sein.

Letztlich war die Entwicklung an den internationalen Aktienbörsen in der Berichtswoche uneinheitlich. In den USA lag der Dow Jones Industrial Average im Plus, während sowohl der S&P 500- als auch der Nasdaq-Index nachgaben. Der technologielastige Nasdaq verlor bis zur Freitagseröffnung 2,6 Prozent. Mit knapp zwei Prozent Kursgewinn tendierte der japanische Nikkei 225 zuletzt wieder etwas freundlicher. Im Euroraum lagen die Märkte im Plus, der DAX30-Index gewann auf Wochensicht 1,3 Prozent hinzu.

Branchen: Rohstoffpapiere gesucht

Im STOXX 600 Europe-Index konnten Grundstoffwerte auf Branchenebene vor dem Hintergrund anziehender Rohstoffpreise 6,6 Prozent hinzugewinnen. Auch der Bausektor tendierte mit plus 3,7 Prozent deutlich fester. Öl&Gas- sowie Chemietitel folgten mit 3,2 bzw. 2,9 Prozent. Leicht im Minus lagen Automobiltitel, Immobilienaktien sowie Papiere aus dem Finanzservice.

      Renten: US-Staatsanleihen mit Kursgewinnen

Am US-Staatsanleihemarkt hat sich in der Berichtswoche die Lage ein wenig entspannt. Die Zinsstrukturkurve der US-Treasuries verschob sich mit Laufzeiten von fünf Jahren an leicht nach unten. Zehnjahrespapiere rentierten am Freitagvormittag mit 1,57 Prozent sechs Basispunkte tiefer als zum Vorwochenschluss. Diskussionen in der Fed zur Rückführung der Anleihekäufe und zur Inflationsentwicklung in den USA hatten zwischenzeitlich etwas für Irritation gesorgt, die von US-Finanzministerin Yellen mit Überlegungen zu einer US-Zinserhöhung noch verstärkt wurden. Yellen hatte erklärt, dass die Zinsen steigen müssten, um eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu vermeiden. In der Folge wurde aber klar dargestellt, dass damit keine Leitzinsanhebung empfohlen wurde. Letztlich hat sich die Lage wieder entspannt, wie der Renditerückgang zum Wochenschluss darlegt.

Bei den deutschen Bundesanleihen ging in der Berichtswoche per saldo wenig. Die Zehnjahresrendite verharrte an der technisch wichtigen Marke von minus 20 Basispunkten. In Italien stiegen die Zehnjahresrenditen ein wenig an (plus vier Basispunkte), dort belastete die erneute Schuldenaufnahme über eine neue 30-jährige Staatsanleiheemission. Griechenland emittierte ebenfalls eine Staatsanleihe, jedoch mit fünf Jahren Laufzeit. Die drei Milliarden Euro schwere Emissionen war gut nachgefragt, das Orderbuch lag zuletzt bei 20 Milliarden Euro. Der Gesamtmarkt (iBoxx Euro Sovereigns-Index) lag bis Freitagmorgen kaum verändert.

Euro-Unternehmensanleihen und in Euro sowie US-Dollar notierte Staatstitel aus den Schwellenländern handelten in der Berichtswoche stabil bis leicht freundlich.

      Ausblick auf die kommende Woche

In der neuen Handelswoche stehen vergleichsweise wenige Konjunkturdaten auf der Agenda. Am Mittwoch stehen die amerikanischen Inflationsdaten zur Veröffentlichung an. Aufgrund von Basiseffekten wird die Preissteigerung im April deutlich zulegen, der Konsens rechnet mit 3,6 Prozent insgesamt und 2,3 Prozent bei der Kernrate. Auch im Mai dürfte ein weiterer Anstieg wahrscheinlich sein. Die US-Notenbank Fed wird wohl durch die Daten „hindurchschauen“ und hat bereits angekündigt, den Preisanstieg aufgrund der Basiseffekte als nur vorübergehend zu betrachten. Geldpolitische Auswirkungen dürften zentralbankseitig damit ausbleiben. In Deutschland wird am Dienstag der ZEW-Index für Mai veröffentlicht.

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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 7. Mai 2021, soweit nicht anders angegeben.

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